SBB MehrSpur Zürich-Winterthur, Abschnitt Dietlikon (Brüttener Tunnel)

Auftragsinformation

Bauherr

SBB AG, Zürich

Ausführung
2021 - 2035
Kosten
CHF 423 Mio. (A3), CHF 2'745 Mio. (Gesamtproj.)
Leistungen
  • Gesamtprojektleitung
  • Führung der Ingenieurgemeinschaft
  • Phase 32-53 für :
    - Bauphasenplanung
    - Fahrbahn
Steckbrief

Im Abschnitt 3 Dietlikon werden sämtliche Bahnanlagen und der gesamte Bahnhof Dietlikon erneuert. Es sind die Gemeinden Wallisellen, Dietlikon und Wangen-Brüttisellen betroffen.

Projektorganisation

Gesamtleitung

Martin Wüst, dipl. Bauing. ETH

Stv. Thomas Russenberger, dipl. Bauing. ETH

Projektbeschreibung

Der Bahnkorridor Zürich – Winterthur ist verkehrlich stark belastet. Seit 2019 verkehren auf der Doppelspurstrecke Effretikon – Winterthur rund 670 Züge und im Knoten Winterthur rund 1100 Züge pro Tag. Das Gesamtprojekt «MehrSpur Zürich-Winterthur» soll den kapazitäts-hemmenden Engpass auf dem Korridor Zürich – Winterthur durch die Realisierung einer durchgehenden vierspurigen Verbindung beseitigen. Das Kernstück zur Behebung des Kapazitätsengpasses ist der rund 9 Kilometer lange Brüttenertunnel. Der Tunnel verläuft in zwei Einspurröhren. Die verkehrlichen Anforderungen bedingen eine Einbindung des Brüttenertunnels in das bestehende Streckennetz in Winterthur, Dietlikon und Bassersdorf. Im Abschnitt 3 Dietlikon werden sämtliche Bahnanlagen und der gesamte Bahnhof Dietlikon erneuert. Es sind die Gemeinden Wallisellen, Dietlikon und Wangen-Brüttisellen betroffen.

Im Süden kommen die Linien von Stadelhofen – Stettbach (Linie 745) und von Oerlikon – Wallisellen (Linie 751) in Dietlikon zusammen. Zur Entflechtung wird das Gleis 4 ab dem Bahnhof Dietlikon Richtung Wallisellen mit einem Unterquerungsbauwerk unter den Gleisen Richtung Stettbach und Wallisellen geführt. Der Bahnhof Dietlikon hat neu vier statt drei Gleise mit zwei Mittelperrons und wird wie bisher behindertengerecht ausgebaut. Die neue Unterführung Faisswiesenstrasse stellt den Ersatz für den bisherigen Bahnübergang dar. 

Der Bahnzugang Nord entfällt aus Sicherheitsgründen, daher entsteht auf der Ostseite der Bahn zwischen der PU Mitte und dem Areal Faisswiesen ein bahnparalleler Fussweg zur Erschliessung der Bushaltestellen Ost. Im Norden verzweigen die Gleise zur neuen Strecke in den Brüttenertunnel direkt nach Winterthur und die Stammlinie Richtung Effretikon. Vor der Unterführung Zürichstrasse schliesst die Strecke wieder an den Bestand an. Sämtliche im Perimeter befindlichen Kreuzungsbauwerke werden erneuert und der geänderten Bahnanlage angepasst. Die Anforderungen an die Aufrechterhaltung des Bahnbetriebes sind sehr hoch. Es ist sichergestellt, dass im Bahnhof Dietlikon immer zwei Gleise für den Betrieb zur Verfügung stehen. Die vertiefte Bauphasenplanung hat eine Bauzeit von sechs Jahren ergeben. Die Realisierung des Abschnitts 3 stellt bezüglich der Logistik, der Ressourcen und den Anforderungen zur Aufrechterhaltung des Bahnbetriebs sehr hohe Anforderungen dar. Eine enge Abstimmung mit den Nachbarabschnitten, der Glattalautobahn, sowie den zahlreichen Projekten des Kantons und der Gemeinden ist erforderlich. Die Bauarbeiten sind mit der grösstmöglichen Rücksichtnahme auf die Bewohner des dicht besiedelten Gebietes zu planen.

Konstruktionsbeschreibung

Für das Projekt haben sich die Ingenieurbüro ACS-Partner AG, SNZ Ingenieure und Planer AG, F. Preisig AG und WBI als IG WASP zusammengeschlossen. Die IG WASP wird durch die Subplaner Meyer Stegemann Architekten AG, FriedliPartner AG, IG Boess und SKK Landschaftsarchitekten AG unterstützt