Arova Gebäude S, Flurlingen

Auftragsinformation

Bauherr

SGI Schweizerische Gesellschaft für Immobilien AG, Puls 5 – Giessereistrasse 18, Postfach 1601, 8031 Zürich

Ausführung
2012 - 2018
Kosten
ca. Fr. 6'000'000
Leistungen

Phase 3: Vorprojekt, Auflageprojekt, Bauprojekt

Phase 4: Ausschreibung

Phase 5: Ausführungsprojekt, Bauleitung, Inbetriebnahme

Projektorganisation

Gesamtleitung

Manuel Stamm, Bauingenieur BSc ZFH

Bauleitung

Manuel Stamm, Bauingenieur BSc ZFH

Bauherrenorganisation

Intershop Management AG
Puls 5 - Giessereistrasse 18
Postfach 1601
8031 Zürich

Projektbeschreibung

Die Totalsanierung des Gebäude S ist die erste Baumassnahme des übergeordneten Gesamtkonzepts zur Aufwertung des Arova – Gewerbeareals. Das Gebäude mit den Abmessungen von 52 x 18 m wurde im Jahre 1875 erstellt und seitdem mehrmals umgebaut und saniert. Die Tragstruktur, bestehend aus verschiedensten Materialien und Systemen, ist äusserst komplex und erforderte bei den Rück- und Umbauarbeiten daher ein hohes Mass an Detailarbeit und praktischem Problemlösevermögen.

Das von der Industrie geprägte Gebäude wird zukünftig Mietflächen für Büro und Gewerbe beheimaten. In der Umsetzung bedeutete dies, dass alles ausser die elementaren tragenden Bauteile zurückgebaut wurden. Die Fassaden und die Dachkonstruktion blieben aufgrund der Wahrung des Gebäudecharakters bestehen. Als Beschleunigungsmassnahme wurden im Bauzustand alle Mittelstützen entfernt und die aus Holz bestehenden Geschossdecken an die Dachkonstruktion aufgehängt.

Neben den äusserst komplexen Bauzuständen und der Erdbebenertüchtigung ist die Unterquerung des Gebäudes, für eine Zufahrt (im Gegenverkehr) auf das dahinterliegende Areal, die grösste ingenieurtechnische Herausforderung. Der im Tagebau erstellte «Durchstich» wurde ohne zusätzliche Abfangelemente, welche im End Der Durchstich unterquert über 11m Breite Einzelstützen mit Lasten von knapp 100t und bei der Südfassade eine Bruchsteinwand von bis zu 1m Stärke und einer Höhe von ca. 12m. Die stützenlose, in der Höhe eingeschränkte Abfangung dieser mächtigen, sehr spröden Fassaden war eine äusserst interessante Aufgabe.